Kurz gesagt
Shopify funktioniert in der Slowakei und in Tschechien gut, aber nicht auf die gleiche Weise. Der größte Unterschied liegt bei den Zahlungen: Ein Unternehmen mit Sitz in Tschechien kann den hauseigenen Zahlungsdienst Shopify Payments nutzen, ein Unternehmen mit Sitz in der Slowakei nicht. Davon hängen die Gebühr pro Bestellung, Apple Pay, Zahlungen in Euro und Kronen und mehrere weitere Entscheidungen ab.
Der Leitfaden geht alles durch, was vor dem Start eines Onlineshops für slowakische und tschechische Kunden geklärt sein muss: Preise, Zahlungsanbieter, Nachnahme, Abholstationen, Rechnungen, Mehrwertsteuer, eKasa und EET, Verbraucherrecht samt Widerrufsbutton und Verkaufskanäle. Zu jedem Punkt ist die Quelle angegeben, die Angaben sind auf dem Stand vom 3. November 2026. App-Preise und Vorschriften ändern sich, prüfen Sie sie deshalb vor einer Entscheidung noch einmal.
Dieser Artikel ist keine Steuer- oder Rechtsberatung. Mehrwertsteuer, Registrierungen und den Wortlaut der AGB besprechen Sie am besten mit Steuerberatung oder Rechtsanwalt.
Shopify Kosten in Euro und Kronen
Shopify berechnet die Tarife nach dem Land des Shops. Ein Händler aus der Slowakei zahlt in Euro, ein Händler aus Tschechien in Kronen. Die Preise gelten pro Monat:
| Tarif | Jährliche Zahlung | Monatliche Zahlung |
|---|---|---|
| Basic | 19 € | 27 € |
| Grow | 56 € | 74 € |
| Advanced | 289 € | 384 € |
| Plus | ab 2.100 € | |
| Tarif | Jährliche Zahlung | Monatliche Zahlung |
|---|---|---|
| Basic | 499 CZK | 670 CZK |
| Grow | 1.370 CZK | 1.830 CZK |
| Advanced | 7.130 CZK | 9.510 CZK |
| Plus | ab 2.100 € | |
Zum Start gibt es 3 Tage kostenlos und danach 3 Monate für 1 € pro Monat (in Tschechien für 25 CZK). Wie Shopify slowakischen und tschechischen Unternehmen die Mehrwertsteuer berechnet, steht nicht in der Preisübersicht. Das prüfen Sie auf der ersten Rechnung oder mit Ihrer Steuerberatung.
Zum Tarif kommen Apps hinzu. Die weiter unten genannten Apps kosten meist zwischen 5 und 40 USD pro Monat. Sie werden in US-Dollar abgerechnet, und ihre Preise ändern sich häufiger als der Shopify-Tarif.
Shopify Payments: Tschechien ja, Slowakei nein
Shopify Payments ist der hauseigene Zahlungsdienst von Shopify. Laut der offiziellen Länderliste können ihn Unternehmen in Tschechien nutzen, Unternehmen in der Slowakei nicht. Wann Shopify Payments in der Slowakei startet, hat Shopify bisher nicht bekannt gegeben.
Für einen Shop mit Sitz in der Slowakei hat das drei Folgen:
- Gebühr auf jede Bestellung. Bei Zahlungen über einen externen Zahlungsanbieter berechnet Shopify eine Transaktionsgebühr von 2 % im Tarif Basic, 1 % bei Grow, 0,6 % bei Advanced und 0,2 % bei Plus. Sie kommt zur Gebühr des Zahlungsanbieters hinzu.
- Nur eine Währung. Zahlungen in mehreren Währungen verarbeitet Shopify nur mit Shopify Payments oder mit Adyen. Ein slowakischer Shop mit einem anderen Anbieter nimmt Zahlungen daher nur in der Standardwährung des Shops an. Preise in Kronen kann er anzeigen, bezahlt wird trotzdem in Euro.
- Keine lokalen Zahlungsarten über Shopify. Die Preisseite vermerkt bei lokalen Währungen und lokalen Zahlungsarten „Vyžaduje sa služba Shopify Payments“ (Shopify Payments erforderlich).
Ein tschechisches Unternehmen mit Shopify Payments zahlt für Kartenzahlungen ab 1,9 % + 6,50 CZK im Tarif Basic (1,8 % bei Grow, 1,6 % bei Advanced), für Amex und Karten aus anderen Ländern ab 2,9 % + 6,50 CZK. Die Transaktionsgebühr für externe Zahlungsanbieter fällt dann weg, und der Shop kann Euro und Kronen in einem Shop annehmen.
Für Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Shopify Payments ist für Firmen mit Sitz in allen drei Ländern verfügbar, die tschechische Krone ist als Zahlungswährung der Kunden unterstützt. Auszahlungen in CZK gibt es allerdings nur in den Tarifen Advanced und Plus, in Basic und Grow wird in die Heimatwährung umgerechnet.
Was kann ein slowakischer Shop tun, der auch nach Tschechien verkaufen will? Es gibt drei Möglichkeiten: ein Shop in Euro mit umgerechneten Preisen nur zur Anzeige, ein eigener Shop für jede Währung oder der Betrieb über ein tschechisches Unternehmen. Wie groß der Unterschied bei den Kosten ist, zeigt das Rechenbeispiel im Artikel Shoptet oder Shopify.
Zahlungsanbieter
Diese Zahlungsanbieter lassen sich mit Shopify bei einem Shop aus der Slowakei oder aus Tschechien nutzen. Shopify führt sie in seiner Anbieterliste, oder sie haben eine offizielle App:
| Anbieter | Apple Pay und Google Pay | Hinweis |
|---|---|---|
| Stripe Card Payments | ja | Visa, Mastercard, Amex und weitere Karten. Wird die App in der Verwaltung nicht angezeigt, schickt der Stripe-Support den Installationslink. |
| Comgate | nein | Offizielle App, mehr als 50 Zahlungsarten, darunter Online-Banking-Buttons und QR-Zahlung. In Tschechien auch die Ratenzahlungsdienste Twisto und Skip Pay. Die Gebühren werden mit Comgate vereinbart. |
| GoPay | nein | Offizielle App, Karten und Banküberweisungen. Wiederkehrende Zahlungen werden nicht unterstützt. |
| Revolut | nein | Karten, Pay by Bank und Revolut Pay, Auszahlung am nächsten Tag. |
| PayPal | nein | PayPal Express Checkout als zusätzliche Zahlungsart. |
Mit Comgate und GoPay funktionieren Apple Pay und Google Pay auf Shopify nicht, auch wenn manche Websites das behaupten. Comgate schreibt das ausdrücklich in seiner Anleitung für Shopify, GoPay ebenso in der Beschreibung seiner App. Wer Apple Pay und Google Pay in einem slowakischen Shop anbieten will, ergänzt am einfachsten Stripe Card Payments.
Eine offizielle Anbindung von ThePay, Besteron, TatraPay und TrustPay an Shopify war am 3. November 2026 nicht zu finden. Barion wird laut eigener Dokumentation über eine manuelle Zahlungsmethode und ein Skript im Checkout angebunden. Shopify hat Skripte auf der Bestellstatusseite jedoch am 26. August 2026 abgeschaltet, prüfen Sie daher vor dem Einsatz, ob eine solche Anbindung noch funktioniert.
Nachnahme
Nachnahme wird in Shopify als manuelle Zahlungsmethode eingerichtet. Bei manuellen Zahlungen berechnet Shopify keine Transaktionsgebühr für externe Zahlungsanbieter, ein slowakischer Shop verliert also weder bei Nachnahme noch bei Banküberweisung etwas zusätzlich.
Einen Nachnahmezuschlag fügt Shopify nicht von selbst hinzu. Dafür braucht es eine eigene Versandrate „mit Nachnahme“ oder eine App. Bei der Höhe des Zuschlags gilt: Das slowakische Verbraucherschutzgesetz erlaubt nicht, für ein Zahlungsmittel mehr zu berechnen als die tatsächlichen Kosten des Händlers.
Warum Nachnahme wichtig ist: Laut Daten von Shoptet entfallen in slowakischen Onlineshops mehr als 43 % der Bestellungen auf Nachnahme. In der Slowakei lohnt es sich deshalb, sie anzubieten. Zum Vergleich für Händler aus Deutschland: In einer Geopost-Umfrage aus dem Jahr 2022 lag der Nachnahme-Anteil in Deutschland bei rund 4 %, in der Slowakei bei 52 %.
Versand und Abholstationen
Abholstationen und Paketboxen sind in der Slowakei und in Tschechien ein üblicher Zustellweg. Shopify hat hier eine wichtige Einschränkung: Eigene Elemente im Versandschritt des Checkouts gibt es nur im Tarif Plus. In den Tarifen Basic, Grow und Advanced wählt der Kunde die konkrete Abholstation deshalb erst auf der Danke-Seite nach der Bestellung, nicht während des Checkouts.
Die Paketdienste haben keine eigenen offiziellen Apps für Shopify, die Auswahl der Abholstation und die Versandetiketten übernehmen Apps von Drittanbietern:
- Zásilkovna • Packeta Pickup (Digismoothie): Abholstationen, Export der Sendungen, Nachnahme.
- ShipD: Etiketten für Packeta, GLS, DPD, Balíkovna, PPL, die Slowakische Post, die Tschechische Post und weitere.
- Globe Pickup Points: mehr als 65 Paketdienste, darunter SPS und die Slowakische Post.
- Atlas Pickup Points: mehr als 60 Paketdienste, Auswahl im Checkout im Tarif Plus.
- Pickup Points CZ/SK/HU: Packeta, GLS, DPD, PPL und Balíkovna.
Vorsicht bei alten Anleitungen, die die Auswahl der Abholstation per Skript im Checkout gelöst haben. Skripte auf der Bestellstatusseite funktionieren seit dem 26. August 2026 nicht mehr, weitere Skripte im Onlineshop laufen ab dem 1. März 2027 nicht mehr.
Rechnungen und Buchhaltung
Rechnungen nach slowakischen und tschechischen Vorgaben werden bei Shopify in der Praxis über eine App gelöst, die den Shop mit einem Rechnungsprogramm verbindet. Keine dieser Apps stammt von Shopify, und die meisten stammen auch nicht vom Hersteller des Rechnungsprogramms:
- SuperFaktúra: App des Entwicklers Make It Easy!, auf Slowakisch und Tschechisch.
- Fakturoid: App von Digismoothie, Fakturoid hat eine eigene Anleitung zur Anbindung.
- iDoklad: App von Make It Easy!, bei iDoklad ist ein höherer Tarif mit API-Zugang nötig.
- Pohoda: Export der Bestellungen als XML (XML Exporter for Pohoda), kein offizielles Produkt von Stormware.
- ABRA Flexi: eigene App zur Anbindung.
Eine fertige Anbindung von Billdu an Shopify war nicht zu finden. Money S3 hat einen universellen E-Shop-Konnektor über XML.
Slowakische Shops, die umsatzsteuerpflichtig sind und an Unternehmen verkaufen, müssen ab dem 1. Januar 2027 elektronische Rechnungen ausstellen. Rechnungen an andere slowakische Unternehmen laufen laut der slowakischen Finanzverwaltung in einem einheitlichen elektronischen Format über das Peppol-Netz. Rechnungen an Privatkunden sind davon nicht betroffen. Bei der Wahl der Rechnungs-App lohnt es sich daher zu prüfen, ob sie dafür vorbereitet sein wird.
Mehrwertsteuer, OSS und Steuern in Shopify
| Slowakei | Tschechien | |
|---|---|---|
| Steuersätze | 23 %, 19 % und 5 % | 21 % und 12 % |
| Registrierungspflicht | Umsatz über 50.000 € pro Jahr, sofort bei Überschreiten von 62.500 € | Umsatz über 2.000.000 CZK pro Jahr, sofort bei Überschreiten von 2.536.500 CZK |
In der Slowakei wurde seit dem 1. Januar 2026 ein Teil der Lebensmittel (zum Beispiel Süßwaren, Speiseeis oder gesüßte Getränke) vom Steuersatz 19 % in den Satz 23 % verschoben. Wenn Sie solche Produkte verkaufen, prüfen Sie die Steuersätze im Shop.
Verkauf in ein anderes Land. Solange die Verkäufe an Kunden in anderen EU-Ländern zusammen 10.000 € pro Jahr nicht übersteigen, berechnen Sie die Mehrwertsteuer Ihres eigenen Landes. Oberhalb dieser Schwelle berechnen Sie die Mehrwertsteuer des Kundenlandes und melden sie über eine einzige OSS-Registrierung in Ihrem Land. Ein slowakischer Shop, der für mehr als 10.000 € im Jahr nach Tschechien verkauft, berechnet also tschechische Mehrwertsteuer, und umgekehrt. Dieselbe Schwelle gilt für einen Shop aus Deutschland oder Österreich.
Für Shops aus der Schweiz: Das OSS-Verfahren der Union steht nur Unternehmen mit Sitz in der EU offen. Für Waren, die in Sendungen bis 150 € aus einem Drittland eingeführt werden, gibt es das IOSS-Verfahren, für das ein Unternehmen außerhalb der EU einen Vermittler in der EU braucht.
Steuern in Shopify. Seit dem 13. Mai 2026 können neue Shops in der EU den einfachen Modus Basic Tax nicht mehr nutzen. Es bleiben Shopify Tax oder die manuelle Einrichtung der Steuern. Shopify Tax ist bis 100.000 € Umsatz kostenlos, bei Shops, die ab dem 13. Mai 2026 eröffnet wurden, gilt diese Grenze für die gesamte Lebensdauer des Shops. Danach kostet Shopify Tax 0,25 % pro Bestellung, höchstens 0,99 €. OSS aktivieren Sie in Shopify in den Steuereinstellungen für die Europäische Union.
In den Steuereinstellungen legen Sie auch fest, ob die Preise im Shop inklusive Mehrwertsteuer angezeigt werden. Für Privatkunden in der Slowakei und in Tschechien müssen sie das sein.
eKasa und EET 2.0
Slowakei. Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein neues Gesetz über die Erfassung von Umsätzen (384/2025 Z. z.) im staatlichen Kassensystem eKasa. Der Verkauf von Waren per Nachnahme ist von der Erfassung in eKasa ausdrücklich ausgenommen. Zahlungen ausschließlich per Banküberweisung außerhalb der Verkaufsstelle müssen laut der slowakischen Finanzverwaltung nicht in eKasa erfasst werden. Für Online-Kartenzahlungen über einen Zahlungsanbieter empfehlen Fachquellen dasselbe, die Finanzverwaltung erwähnt sie aber nicht ausdrücklich. Bieten Sie Selbstabholung mit Zahlung vor Ort an, ist das ein Umsatz, der erfasst werden muss.
Tschechien. Der Präsident hat das Gesetz über EET 2.0, die elektronische Umsatzerfassung, am 17. September 2026 unterzeichnet. Die Pflicht zur Erfassung gilt ab dem 1. Januar 2027, der Januar ist eine Testphase. Einen Onlineshop betreffen Zahlungen über einen Zahlungsanbieter, ein QR-Code auf der Website und Banküberweisungen nicht. Auch Nachnahme, die der Paketdienst kassiert und auf das Konto überweist, wird nicht erfasst. Vorsicht bei eigener Auslieferung mit Bezahlung bei Übergabe: Das kann eine Zahlung sein, die erfasst werden muss.
Verbraucherrecht und Widerrufsbutton
Die Regeln für den Fernabsatz sind in der Slowakei und in Tschechien ähnlich, unterscheiden sich aber im Detail:
| Slowakei | Tschechien | |
|---|---|---|
| Widerruf | 14 Tage ab Erhalt der Ware | 14 Tage ab Erhalt der Ware |
| Rückerstattung | innerhalb von 14 Tagen nach der Widerrufserklärung | innerhalb von 14 Tagen nach dem Widerruf |
| Gewährleistung | Mängel können innerhalb von 24 Monaten gerügt werden, Frist zur Behebung höchstens 30 Tage | Mängel können innerhalb von 2 Jahren gerügt werden, Erledigung innerhalb von 30 Tagen |
| Sprache | Informationen und Dokumente auf Slowakisch | schriftliche Informationen auf Tschechisch |
| Widerrufsbutton | Pflicht seit 19.6.2026 | Gesetz noch im Verfahren |
Widerrufsbutton in der Slowakei. Seit dem 19. Juni 2026 muss ein Onlineshop eine Funktion haben, die mit „odstúpiť od zmluvy tu“ (hier vom Vertrag zurücktreten) oder ähnlich beschriftet ist, gut sichtbar und während der gesamten Widerrufsfrist erreichbar (§ 20a des slowakischen Verbraucherschutzgesetzes 108/2024 Z. z.). Der Kunde gibt dort Namen, Bestellnummer und E-Mail-Adresse an und bestätigt mit dem Button „potvrdiť odstúpenie od zmluvy“ (Rücktritt vom Vertrag bestätigen). Der Händler schickt ihm danach unverzüglich eine Bestätigung mit Datum und Uhrzeit. Shopify bietet eine solche Funktion nicht von sich aus, sie muss über ein Formular oder eine App ergänzt werden.
In Tschechien steht der Button noch nicht im Gesetz. Das Abgeordnetenhaus hat die Novelle am 14. Oktober 2026 verabschiedet, am 2. November 2026 ging sie an den Senat. Es lohnt sich, den Button schon vorab vorzubereiten.
Weitere Pflichten, die bei Shopify leicht vergessen werden:
- Bestellbutton: In der Slowakei muss er „objednávka s povinnosťou platby“ (zahlungspflichtig bestellen) oder ähnlich lauten.
- Rabatte: Bei einer Preisermäßigung geben Sie auch den vorherigen Preis an, also den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage vor der Ermäßigung.
- AGB: Die Vorlagen in Shopify sind laut Shopify nur zur Information gedacht und nicht auf slowakisches oder tschechisches Recht zugeschnitten.
- Produktsicherheit (GPSR): Seit dem 13. Dezember 2024 muss das Angebot den Hersteller mit Post- und E-Mail-Adresse, die Produktkennzeichnung und Sicherheitsinformationen in der Sprache des Landes nennen. Wer unter eigener Marke verkauft, gilt als Hersteller.
- Barrierefreiheit: Seit dem 28. Juni 2025 gelten Anforderungen an die Barrierefreiheit von Onlineshops. In der Slowakei gilt das Gesetz nicht für Dienstleistungen von Kleinstunternehmen.
- Cookies: Der integrierte Cookie-Banner von Shopify wird für Besucher aus der EU aktiviert, wenn der Shop aktive Märkte in der EU hat. Pixel, die manuell oder über Apps eingebunden sind, zum Beispiel von Meta oder TikTok, deckt er möglicherweise nicht ab. Ein Banner eines anderen Anbieters muss mit der Shopify Customer Privacy API verbunden sein.
Sprachen, Währungen und Märkte
Für Slowakisch und Tschechisch sind der Checkout und die Systemtexte in Shopify übersetzt. Ein Shop in den Tarifen Basic bis Advanced kann in bis zu 20 Sprachen verkaufen.
Die Shopify-App Translate & Adapt übersetzt automatisch, Shops aus der Slowakei und aus Tschechien können so aber höchstens 2 Sprachen automatisch übersetzen, und Änderungen werden nicht automatisch synchronisiert. Shops aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben ein Limit von 8 Sprachen und die automatische Synchronisierung. Eine maschinelle Übersetzung muss trotzdem immer ein Mensch gegenlesen: Kunden und Gesetz erwarten verständliches Slowakisch und Tschechisch.
Eine weitere Sprache oder ein weiteres Land fügen Sie über Markets hinzu. Der Markt kann in einem Unterordner (zum Beispiel /cs-cz), auf einer Subdomain oder auf einer eigenen .sk- oder .cz-Domain laufen. Shopify empfiehlt für die meisten Shops Unterordner, eine eigene Domain sendet das stärkste lokale Signal, muss aber separat verwaltet werden. Die Verknüpfung der Sprachversionen für Google (hreflang) richtet Shopify selbst ein.
Bei den Währungen gilt dasselbe wie bei Shopify Payments: Ein tschechischer Shop kassiert Euro und Kronen in einem Shop, ein slowakischer nur eine Währung.
Heureka, Google und Seznam
- Heureka: Für das Gütesiegel „Overené zákazníkmi“ (von Kunden verifiziert) gibt es die kostenlose App Heureka Trust Badge, den Produktfeed für Heureka SK und CZ übernimmt zum Beispiel die App Heureka XML feed. Das Conversion-Tracking für Heureka, Zboží und Sklik erfasst die kostenlose App Heureka & Zbozi Tracking.
- Google Shopping: Google Merchant Center unterstützt die Slowakei in Euro und Tschechien in Kronen, jeweils mit Slowakisch und Tschechisch.
- Seznam: In Tschechien hatte die Suchmaschine Seznam im Oktober 2026 laut StatCounter einen Anteil von 13,07 %, Google 80,07 %. Für den tschechischen Markt lohnen sich daher auch ein Feed für das Preisvergleichsportal Zboží.cz und Anzeigen im Werbesystem Sklik. Eine offizielle Seznam-App für Shopify war nicht zu finden, den Feed erstellen Tools wie Mergado.
- Glami: Für Mode gibt es eine App mit Feed und Pixel.
Geschäftskunden: IČO, DIČ und B2B
Der Shopify-Checkout hat keine eigenen Felder für IČO (Firmennummer) und DIČ (Steuernummer), und außerhalb des Tarifs Plus lassen sich dort keine eigenen Felder ergänzen. Es gibt zwei Lösungen: Felder im Warenkorb, die in die Bestellung und von dort in die Rechnungs-App übernommen werden, oder das Feld Firma im Checkout.
Ein Feld für die USt-IdNr. hat der Checkout. Die Prüfung der Nummer über das VIES-System funktioniert aber nur mit Shopify Tax. Die Umkehr der Steuerschuldnerschaft (Reverse Charge) gilt nur bei einer Lieferung in ein anderes Land als das Lager: Ein slowakisches Unternehmen, das aus einem slowakischen Lager kauft, zahlt Mehrwertsteuer, ein tschechisches nicht.
Wenn Sie in größerem Umfang an Unternehmen verkaufen: Shopify B2B ist nicht mehr nur für Plus verfügbar. Es gibt die Funktion auch in den Tarifen Basic, Grow und Advanced, mit höchstens 3 Preiskatalogen.
Checkliste vor dem Start
- Shopify-Tarif und Sitzland des Unternehmens: Bei einem slowakischen Unternehmen die Transaktionsgebühr für externe Zahlungsanbieter einrechnen.
- Zahlungsanbieter, Apple Pay und Google Pay, Nachnahme als manuelle Zahlung.
- App für Abholstationen und Versandetiketten der Paketdienste.
- Rechnungs-App und Vorbereitung auf die E-Rechnung ab 2027 (Slowakei, umsatzsteuerpflichtige Unternehmen).
- Shopify Tax, Preise inklusive Mehrwertsteuer, OSS beim Verkauf in ein anderes Land über 10.000 €.
- eKasa bei Selbstabholung, in Tschechien EET 2.0 ab 2027 bei Zahlungen vor Ort.
- AGB und Gewährleistungsbedingungen nach lokalem Recht, nicht aus der Vorlage.
- Button „odstúpiť od zmluvy tu“ (hier vom Vertrag zurücktreten) in der Slowakei, in Tschechien vorab vorbereitet.
- Button „objednávka s povinnosťou platby“ (zahlungspflichtig bestellen) und vorheriger Preis bei Rabatten.
- Herstellerangaben und Sicherheitsinformationen bei den Produkten.
- Cookie-Banner, verbunden mit der Shopify Customer Privacy API.
- Sprachversionen von Menschen geprüft, Märkte und Domains eingerichtet.
- Feeds für Heureka, Google und in Tschechien für Zboží.cz.
- Testbestellung mit jeder Zahlungs- und Versandart, auch mit Nachnahme.
Wenn der Shop schon läuft, geht ein Shop-Audit diese Punkte für Sie durch und ordnet, was zuerst behoben werden sollte. Die Startseite können Sie kostenlos mit dem Webcheck testen.
Quellen, geprüft am 3. November 2026: Shopify-Preise (SK), Shopify-Preise (CZ), Länder für Shopify Payments, Auszahlungswährungen, Auszahlungen in mehreren Währungen, Zahlungen in mehreren Währungen, Comgate für Shopify, GoPay im Shopify App Store, Stripe Card Payments, manuelle Zahlungen in Shopify, Nachnahme im Ländervergleich (Geopost, Seznam Zprávy), Checkout-Erweiterungen, Abschaltung der Skripte, Mehrwertsteuersätze (slowakische Finanzverwaltung), Registrierung zur Mehrwertsteuer, eKasa, E-Rechnung (FAQ der Finanzverwaltung), Nachnahme laut Shoptet-Daten (SITA), EET 2.0, OSS und IOSS, Shopify Tax, Gesetz 108/2024 Z. z., Gesetz 634/1992 Sb., Parlamentsdrucksache 53, Translate & Adapt, Cookies in Shopify, StatCounter, Shopify B2B.



